Alarmstufe Red

Bettina Sandrock

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Blog

“Corona” … nicht nur ein Bier

Dem ein oder anderem geht es wahrscheinlich wie mir … ich kann das Wort „Corona“ so langsam nicht mehr hören. Wir Alle sind zum „Zu Hause bleiben“ aufgefordert und da könnte man meinen, das etwas Ruhe einkehrt. Ich erlebe genau das Gegenteil ist der Fall. Wir werden täglich mit noch mehr digitalem Zeug bombadiert wie Vor-Corona. Täglich geben X Experten in den sozialen Medien Ihr Wissen zu unterschiedlichen Themen preis:

„Wie geht Homeoffice?“
„Wie bringe ich meinen Tag rum?“
„Wie schaffe ich Homeschooling?“
„Hilfe, mein(e) PartnerIn geht mir auf den Geist?“
„Fitness im Homeoffice“

Usw. die Liste ist endlos. Für bestimmte Situationen bietet das Netz wunderbare  Möglichkeiten und ist ein hilfreiches Medium… aber ….brauchen wir diese unendlichen Ratgeber in x-facher Ausfertigung? Haben wir verlernt  uns auf unsere eigenen Stärken und Strategien zu verlassen? Oder ist uns diese Selbst-Kompetenz durch die digitalen Medien ab-er-zogen?

Bei mir war und ist die absolute DSGVO-Joker-Frage, die nach einem Video-Tool. In diversen seriösen Medien wird vor der Nutzung von 0 Euro Apps gewarnt, da diese in der Regel elementare Sicherheitslücken aufweisen. Von den Daten die im Hintergrund abgezogen werden und der Nutzung zu Zwecken, die wir gar nicht wissen wollen, ganz zu schweigen. Aber diese wichtigen Informationen gehen an uns vorbei und verschwinden im täglichen Nachrichten-Strom. Manchmal kommt es mir vor, das wir immer mehr in dem Informations-Strudel der Kanäle gefangen sind. Das wir nur existieren, wenn wir uns Selbst-Darstellen und präsentieren.

Haben wir das Innehalten, das still sein verlernt? – Warum optimieren wir uns täglich selbst? – Halten wir uns selber nicht mehr aus? – Haben wir verlernt einfach mal in die Landschaft zu starren und die Augen auf unendlich zu stellen? …. einfach mal nix tun …

Ich wünsche viele Momente der Ruhe

“YAH MAN”

Den Ausdruck „Yah Man“ hört man, wenn man in Jamaika unterwegs ist. Der Ausdruck stammt aus der Sprache Patois und bedeutet „Alles o.k“.

Bei Argumenten von Unternehmen oder gesamten Branchen, daß die DSGVO die Digitalisierung & Innovationen verhindern, da bleibe ich immer hängen. Ich würde das gerne differenzierter betrachten, denn aus meiner Sicht ist Digitalisierung, IOT etc. nur MIT Datenschutz erfolgreich. Eine Meldung des Bundesbeauftragten, Ulrich Kelber, sprach mir da aus der Seele.

„Datenschutz ist ein Grundrechtsschutz den es zu wahren gilt. So reizvoll die neuen Möglichkeiten von Big Data, Künstlicher Intelligenz und neuen datengetriebenen Geschäftsmodellen auch sein mögen: Im Mittelpunkt muss immer der Mensch stehen. Nicht als Objekt, sondern als selbstbestimmtes Individuum, dass stets die Kontrolle über seine Daten behält. Wir Datenschützer werden uns weiter dafür einsetzen, dass diese Kontrolle und damit auch das Vertrauen in die Datenverarbeitung zurückgewonnen wird.“

Datenschutz ist ein Menschenrecht was nicht diskutabel ist. Das höchste Gut welches Unternehmen haben können, ist das Vertrauen ihrer Kunden und das sollte nicht auf dem Spiel stehen. Es ist möglich Daten zu anonymisieren oder pseudonymisieren und dann steht einer weiteren Nutzung für Big-Data Analysen, KI oder was auch immer nichts im Wege. Es geht … man muss es nur wollen. Ich würde mich freuen, wenn Datenschutz nicht immer als “das Böse” dargestellt wird, sondern als elementares Persönlichkeitsrecht gesehen wird …. dann ist alles o.k. „YAH MAN“

Viel Spaß im neuen Jahr !

Der / Die DSB ist nicht der Feind

Ich weiß dass das Thema Datenschutz nicht gerade Freudensprünge und Begeisterung auslöst, aber manchmal kommt es mir so vor, das Datenschutz ein bösartiger Feind ist. Früher wurde mit Boten, die schlechte Nachrichten übermittelt haben, übel mitgespielt. Aber der oder die Datenschutzbeauftragte sitzt im gleichen Boot, kennt die aktuelle Gesetzeslage und auch die Risiken wenn man nix tut. Das aktuell höchste Bußgeld in Deutschland kommt von den Behörden aus Berlin mit knapp 200.000 Euro. Es geht um Kundendaten und Vertrauen…. welches man nicht verspielen sollte.

Ein wenig Gelassenheit hilft schon mal, wenn Mann oder Frau mit unangenehmen Informationen um die Ecke kommt. Das aktuelle „Keks-Urteil“ des EuGH macht deutlich, das die Party der heimlichen Datensammlung nun vorbei ist. Aus meiner Sicht ist es eine Chance das Thema Kundenbindung neu zu denken und einen direkten Draht zu den Kunden zu entwickeln. Nach dem Motto: Qualität statt Quantität. Wie wäre es mit dem Aufbau von eigenen Messenger Diensten oder Apps, DSGVO konform ohne USA? … Vielleicht auch mal wieder miteinander reden, face to face …

Ich freue mich, das ich großartige Kunden habe und wir bei einer Tasse Kaffee immer eine Lösung finden. Vielen Dank dafür !

Ich wünsche schöne Herbsttage !

„Hakuna Matata“

Wir kennen sicher den Spruch aus dem Film „König der Löwen“. Wikipedia übersetzt den Satz aus dem afrikanischen mit „Alles in bester Ordnung“. Die beiden Wörter kreuzten meinen Weg, wo ich mal wieder „Typisch Deutsch“ unterwegs war …. ungeduldig und perfektionistisch. „Entspann Dich“ war die Botschaft.

Auch bei der DSGVO ist nach einem Jahr Entspannung zu spüren. Die Panikattacken vom letzten Jahr gibt es nicht mehr … Gott sei Dank. Es ist eine Art Dornröschenschlaf eingetreten. Frei nach dem Motto „Es ist ja nix passiert“ obwohl der Untergang der Welt … äh der Wirtschaft prophezeit wurde. Aktuell werden wöchentlich Bußgelder verhängt, Urteile getroffen oder Prüfungen durch die Behörden durchgeführt.

Man hat den Eindruck, dass das die Wenigsten auf dem Schirm haben und das ungeliebte Thema nicht wirklich interessiert. Die aktuelle Gesetzesänderung zur Verpflichtung eines Datenschutzbeauftragten ab 20 Mitarbeiter, halte ich für das falsche Signal. Das wichtige Thema wird untergraben und dient nicht wirklich der Entlastung, da sich nun Unternehmen selbst das Wissen „drauf schaffen“ müssen. Wenn gesetzlich kein DSB zu verpflichten ist, dann heißt das nicht, das ich mich um die Erstellung eines Verfahrensverzeichnis, AV-Verträge, Auskunfts- und Informationspflichten & Co nicht kümmern muss. Ich hätte mir gewünscht das z.B. das Thema Informationspflicht „down-gesized“ wird. Die längenmäßig einem OO-Papier ähnelndem Texte, liest nun wirklich keiner mehr.

Entspannung ist gut und wichtig … aber Vorsicht vor Tiefentspannung bei der DSGVO 🙂

Ich wünsche einen entspannten Sommer !

Frühling

Na endlich … so langsam zeigt sich der Frühling. Irgendwie hatte man dieses Jahr den Eindruck, dass der Frühling sich mit dem Winter besonders anstrengende und stürmische Runden liefert. Ab und zu ist das im Leben auch so. Egal was man tut, Pläne und Ziele gelingen einfach nicht. Es liegen noch ein paar Hindernisse rum, die aus dem Weg geräumt werden müssen. Das komische ist, man sieht die Steine nicht. Da hilft nur Geduld und das Ziel nicht aus dem Auge zu verlieren. Geduld .. wohl dem der eine große Menge davon hat 🙂

“Es ist Zeit wenn es Zeit ist” . Viel Spaß im Frühling !

 

„Wenn das Leben mal zu schnell ist“

Manchmal scheint es, dass dem Tag die Stunden und dem Jahr die Tage auszugehen. Uff, was für ein Jahr. Das scheint die Überschrift über 2018 zu sein. Aus allen Ecken höre ich das. Bei mir war es definitiv die DSGVO. Das Thema Datenschutz ist aus dem Dornröschenschlaf erwacht und es konnte nicht schnell genug gehen. Dann war einfach viel los. Es ist schade, das ein wunderbares Gesetz, welches uns Menschen hilft unsere persönlichen Rechte auszuüben und die Zügel wieder in unsere Hände legt, für viele Dinge als Aufreger verwendet wird. Wir erinnern uns …. Klingelschilder & Co.

Es ist eine Herausforderung für jeden, wenn das Leben gerade ein Hochgeschwindigkeitszug ist und man nicht mehr mit kommt. Wir versuchen zu priorisieren, zu strukturieren, uns zu organisieren um die wichtigsten Dinge abzuarbeiten. Aber einige fallen einfach so vom Tisch. Da hilft der nett gemeinte Satz „Mach mal langsamer“ auch nicht.

Bei mir ist nun die Zeit gekommen die Dinge die auf dem Teppich liegen, aufzuheben und in Ruhe Pläne für das neue Jahr zu schmieden. Ich wünsche allen eine schöne Adventszeit und ganz viel Spaß im neuen Jahr. Es ist wichtig den Spaß bei unserm Tun nicht zu vergessen. 🙂

Merry X-mas

 

Summertime

Die Panik der DSGVO hat sich nun gelegt und es ist Zeit “zum durchschnaufen”. “Das ist auch gut so” hat ein bekannter Bürgermeister einer großen Stadt mal gesagt und dem kann ich nur zustimmen. Aus vielen Ecken habe ich gehört, dass das erste halbe Jahr sehr anstrengend und echt viel los war. Nun ist Sommer und Zeit die Seele baumeln zu lassen und die Akkus wieder aufzuladen.

Zwischendurch mal Pause zu machen und dem Körper & Geist Ruhe gönnen ist nicht immer leicht wenn der Schreibtisch sich biegt. Dann geht das schon mal unter. Aber eigentlich wissen wir ja das Entspannung wichtig ist. Aber so ist das mit den Wörtern eigentlich & aber.

Ich wünsch Allen viel Spaß .  lasst die Seele baumeln . setzt Euch an einen See, stellt die Augen auf unendlich . genießt den Sommer 🙂

DSGVO & Panikattacken

Nun ist das neue europäische Datenschutzgesetz gelandet und es gehört sicher nicht zu den beliebtesten Small Talk Themen aber aktuell bestimmt zu den häufigsten. Ich selbst habe mich gefühlt wie im Auge des Zyklons und konnte miterleben, wie sich das Ding von einem maximal ignoriertem Thema bis zu absoluten Panikattacken entwickelt hat.

Kurz vor dem Tag des Untergangs, Ende Mai, hat sich niemand mehr getraut auch nur ein Komma oder Strich auf die Webseite zu setzen. Die Angst vor Abmahnungen war und ist immer noch groß. Da das Thema sehr komplex und der ein oder andere Punkt zur praktikablen Umsetzung noch zu klären ist, kann jeder sehr schnell in einem Datenschutz-Fettnapf landen.

Ich hätte mir und meinen Kunden Beruhigungstropfen oder Entspannungsübungen gewünscht. Aber Panik, Aggression oder Flucht helfen nicht, wir müssen da durch … es bleibt spannend… Ich würd mir wünschen das diejenigen, die das Haar in der berühmten Suppe suchen und dann unschöne Briefe an die Unternehmen schrieben, erkennen, dass das mit fairem und partnerschaftlichen Umgang nichts zu tun hat. Wir sollten eher gemeinsam an einer Lösung arbeiten, wie wir das komplexe Ding auf die praktische Straße bekommen.

Für Hier oder Zum Mit

Sprache ist schon manchmal komisch. Wenn ich mir unterwegs  einen Kaffee bestelle,dann werde ich immer gefragt. „Zum Hier oder Zum Mit“.

Allein die Wortwahl ist schon sehr köstlich, aber scheint sich etabliert zu haben. Auf der anderen Seite sind wir in der absoluten TO-GO Gesellschaft angekommen. Die Zahlen der Abfall-Pappbecher zeigen deutlich nach oben. Sehr wunderbar finde ich, das der Trend Retour-Becher sich durchsetzt. Oh wie schön 🙂

Allerdings bleibt es immer noch bedenklich, das wir alles unterwegs machen. Telefonieren, Essen, Kaffee einwerfen, Mails schreiben usw. Haben wir wirklich keine Zeit mehr oder nehmen wir sie uns einfach nicht, da der Chef uns im Nacken hängt, das Projekt fertig werden muss oder der Kunde sauer ist, wenn er nicht rechtzeitig bedient wird.

Let`s have a break und last uns mal wieder eine wunderbare Latte Macchiato in einem schönen Kaffee im Sitzen genießen.

Balance … wenn das Leben mal stachelig ist

Das erste Quartal in diesem Jahr war sehr anstrengend. Ich hab den Eindruck, das das Datenschutz-Thema mit der neuen europäischen Gesetzgebung nun bei jedem angekommen ist und viele Unternehmen Unterstützung wünschen. Auf der einen Seite ist es schön, wenn das Telefon klingelt, aber auf der anderen Seite heißt dass auch bis spät am Schreibtisch sitzen.

… das ist sie wieder … die Herausforderung Balance …

Der schwierige Umgang mit Balance
Warum ist das eigentlich so schwierig mit dem Gleichgewicht zwischen Entspannung und dem täglichen Wahnsinn? Die Medien, wie Brigitte und Co. empfehlen uns Joga, Meditation und vieles mehr. Wenn ich auf der Joga-Matte liege, dann habe ich das Gefühl, je mehr ich liege, je unruhiger mein Geist. Ich sag ihm, das er sich nun beruhigen kann, aber so wirklich klappt das nicht.

Ich denke, das jeder seine eigene Methode finden kann. Der eine geht in den Wald Bäume anschreien, der andere zieht sich die Jogging-Schuhe an oder setzt sich auf das Fahrrad bzw. mit einer Latte Macchiato in den Garten und stellt die Augen auf Unendlich. Egal was es ist, Hauptsache die voll-geschriebene Tafel wird wieder ein wenig leer.

Wir können es drehen und wenden wie wir wollen, es wird immer Phasen geben, wo das Leben anstrengend ist … wir nicht in Balance sind und es auch nicht schaffen, da irgendwie hin zu kommen. Da hilft nur Akzeptanz. Das Chaos an zu nehmen und nicht dagegen kämpfen. Das zehrt zusätzlich an den Nerven und kostet Kraft. Ich habe festgestellt, wenn ich das so hinnehme was gerade ansteht, dann wird es leichter. Hilft ja nix … denn ändern kann ich es ja eh gerade nicht.